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Es gibt einige Kniffe die vielleicht helfen könnten. Am Anfang habe ich vieles nicht gewusst, es hätte mir aber sehr geholfen und ich hätte viele Fehler vermeiden können. Auch ich muss noch viel lernen, aber die Grundlagen glaub ich habe ich schon.

 

Einige Tipps zum Anfangen

Ein Aquarium hat einen eigenen Biologischen Kreislauf der möglichst Stabil sein sollte. In einem grösseren sind die Schwankungen also kleiner und verzeiht mögliche Fehler leichter. Laut neuem Tierschutzgesetz ist das Mindestmaß für kleine Fische 60cm Kantenlänge (54l). Alles was kleiner ist, ist höchstens für Garnelen, Schnecken, Pflanzen, Quarantäne oder Aufzucht geeignet. Es sind folgende Normgrössen erhältlich:

Liter

Masse

Kiesmenge

Endgewicht

54l

60x30x30

13kg

66kg

72l

80x30x30

17kg

87kg

112l

80x35x40

20kg

131kg

160l

100x40x40

30kg

185kg

240l

120x40x40

35kg

272kg

300l

120x50x50

45kg

338kg

450l

150x50x60

55kg

509kg

 

Natürlich gibt es Unmengen Sondergrössen, Formen und nicht zu vergessen die Litermenge ist nach oben offen. Hier möchte ich mich mal nur mit "normalen" rechteckigen Aquarien beschäftigen. Um in die Aquaristik einzusteigen ist ein 112l Becken am idealsten. Die Annahme dass ein grösseres Becken mehr Arbeit bedeutet ist genau falsch. Mit einem grösseren Becken hat man eher weniger Arbeit.

Um ein 112l Becken einzurichten braucht man am Besten ein Komplettset; Aquarium, Filter, Abdeckung mit zwei Lichtröhren und einen Heizer. Dazu kommen noch Kies, Wurzel, Pflanzen, Kescher, Reinigungsmagnet, Mulmsauger, Thermometer und einen neuen 10l Kübel. Das ist die Einkaufliste für das erste. Fische kommen frühestens nach dem Nitritpeak dazu.

Beim Aufstellen des Becken ist es wichtig dass der Unterschrank das Gewicht aushält, da es sonst zu einer Oberflächenspannung des Glases kommen kann, was wiederum kleine Haarrisse erzeugt. Somit wird das Aquarium unbrauchbar und kommt unweigerlich zu Bruch. Die Aufstellfläche muss gerade  und mit einer Unterlagsmatte bestückt sein. Der Aufstellungsort sollte keiner Sonnenbestrahlung ausgesetzt sein, da sonst Algen wuchern und das wollen wir ja nicht. Wenn wir das Becken nun aufgestellt haben, füllen wir den gewaschenen Kies hinein, es kann als Untergrund noch ein Langzeitdünger genommen werden. Nun holen wir uns einen Teller und stellen diesen auf den Kies, damit wir beim Wassereinfüllen möglichst wenig Kies hochwirbeln. Wir füllen das Becken mal langsam mit 2/3 mit Wasser. Dann endlich können wir die Pflanzen einsetzen. Für den Anfang eignen sich Pflanzen die schnell wachsen, bitte auch nicht zu wenige Pflanzen nehmen, da es für das Gleichgewicht des Beckens sehr wichtig ist. Grössere Pflanzen kommen in den hinteren Bereich, kleinwüchsige Vorne. Ist das erledigt, können wir das Aquarium komplett mit Wasser füllen, der Wasserrand sollte ca. 3cm unter der Kante liegen, zumindest sollte ( wenn die Abdeckung drauf ist) kein Luftraum mehr zu sehen sein.

Nachdem wir Filter, Heizer und Thermometer montiert haben, können wir das alles einschalten. Idealerweise hängen wir die Beleuchtung an eine Zeitschaltuhr und stellen diese auf ca. 9 Std. ein. Am Besten mit einer Mittagspause. Ich habe bei meinen Becken meist von 8 - 10 Uhr und 14 - 21 Uhr  das Licht an. Belichtungsdauer von über 10 Std., begünstigen das Algenwachstum. Idealerweise stellen wir die Temperatur auf 26 Grad ein, die wir über das Thermometer kontrollieren.

Nun heisst es warten auf den Nitritpeak. Alle zwei Tage sollten wir das Aquarium anfüttern mit Flockenfutter, aber bitte nur ganz wenig, damit die guten Bakterien gedeihen können. Zusammensetzung der Bakterienflora in einem ganz neuen Aquarium ist sie nahe Null. Somit befindet sich das Aquarium in einem indifferenten Zustand. Es gibt einerseits noch keine nennenswerte Belastung und andererseits auch keine Bakterien, die die Belastung zum Nitrat neutralisieren könnten. Ziel des Einfahrvorganges muss es also sein, die Bakterienflora konsequent aufzubauen, ohne das System dabei zu überfordern. Damit die Bakterien sich überhaupt merklich vermehren, muss man das Aquarien vorsichtig organisch belasten.

In dieser Zeit ist es wichtig sich mal einen JBL Tröpfchentest zuzulegen, denn wir wollen ja wissen was für Wasserwerte wir haben und welche Fische dazu passen!  Warum empfehle ich JBL? Es gibt auch andere Test, die aber recht ungenau sind. Sera beginnt die Skala beim Nitrittest erst bei 0,3 mg, dieser Wert kann aber bei einigen Fischen schon toxisch wirken.

Haben wir die Werte ermittelt und den Nitritpeak hinter uns können wir uns überlegen die ersten Fische einzusetzen. Aber nicht den geplanten Besatz auf einmal, das würde das Wasser für den Anfang zu sehr belasten. Eine Woche nach dem Erstbesatz, können wir den Rest einsetzen.

Nun zur laufenden Pflege. Ich wechsele bei einem 112l Becken wöchentlich ca. 30%, das sind ca. 3 - 4 Kübel. Den Filter bitte in Ruhe lassen, da sind Wertvolle Bakterien drin, diesen erst reinigen wenn die Durchflussmenge merklich nachlässt und dann auch nie zum gleichen Zeitpunkt wo wir den Wasserwechsel machen. Zum Einfüllen habe ich einen kleinen Trick, damit nicht zuviel Wasser, Kies etc.  aufwirbelt. 

Ich nehme die Futterluckenabdeckung und stelle diese Schräg ins Aquarium.  So kann ich das Wasser langsam entlang der Schräge einfüllen und hab somit keine Luftblasen, Kiesaufwühlung und dergleichen. So hab ich auch bei meinem 160l Becken den Wasserwechsel innerhalb 20 min. Vollzogen. Gleichzeitig werden da auch abgestorbene Blätter und dergleichen entfernt. Bitte lasst den Mulm in Ruhe, auch dieser hat ganz wertvolle Bakterien die für das Gleichgewicht des Aquariums vonnöten sind.

Und umso weniger man die Finger im Aquarium hat, umso besser. Das stresst nur die Fische und das biologische Gleichgewicht.

Hier noch ein sehr guter Link zum Thema Ernährungsfehler bei Fischen: http://zierfischforum.at/wiki/Ernaehrungsfehler

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