Wie es begann

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Hier möchte ich erzählen wie ich vom Aquaristikvirus erfasst wurde. Ich hatte immer schon ein Herz für Tiere, aber mehr Hunde und Pferde, also Tiere die man so richtig anfassen kann. Aquarien waren für mich etwas für "fade" Leute. *schäm*. Mein Mann sprach schon länger davon, dass halt ein Aquarium nett wäre. Er redete so lange und immer wieder davon, dass ich mir dachte, ja ok, aber machen und pflegen muss er es. Hatte da absolut kein Interesse daran. Da gerade im Baumarkt eine Aktion eines 54l Beckens war, schlugen wir zu, Kies dazu. Wir hatten ja noch keine Ahnung was da auf uns zukam.


Komischerweise machte sich mein Mann sofort daran alles zu studieren, dh. wie der Filter so zu handhaben war. Er wusch den Kies und lies langsam das Wasser bis zur Hälfte ein. Wir waren noch so naiv und glaubten wir können am nächsten Tag gleich losmarschieren und Pflanzen und die ersehnten Fische kaufen.*schäm*. Am nächsten Tag in der Zoohandlung kam die Ernüchterung. .....14 Tage einfahren lassen hies es da! *schreck* 14 Tage ein leeres Becken. Naja, wir kauften mal drei Pflänzchen, wir wollten ja noch was von den Fischen sehen, also nicht alles mit Grünzeug verdecken. Und so sah es dann aus das Wunderbecken. Muss heute noch grinsen wenn ich dieses Foto sehe. Ein absolutes Trauerspiel und für keinen zu empfehlen.


So standen wir täglich vor dem Becken und dachten uns, tja.....

 

Endlich war es soweit, die 14tg. waren um, ab ins Geschäft und Fische aussuchen. Also ehrlich, ich hatte keine Ahnung was da so schwamm, außer den Goldfisch kannte ich keinen einzigen. Da hiess es, zuerst braucht ihr mal einen Putzer, (wenn ich das heute schon höre, stellt es mir die Haare auf). Gut, mein Mann wollte aber kein so schwarzes Ding dass mit dem Riesen Maul auf der Scheibe pickte. Alternative, eine Zitronensaugschmerle. Merken konnte ich mir den Namen eh nicht. Mir persönlich gefielen die Guppys sehr gut

Tja die Guppys. Der Zoohändler riet mir gleich ab, er meinte sie können zwei Wochen leben oder zwei Jahre. Ich wollte es probieren, da er mir auch nicht sagte warum. So begannen wir mir folgenden Bestand: 3 Guppys, 1 Zitronensaugschmerle, 4 Kupfersalmler und 3 Black Mollys. Der erste Wasserwechsel war eine Tragödie, noch kein Wissen von Mulmsauger, bewaffnet mit einem 0.5mm Schlauch, machte sich mein Mann daran den ersten Wasserwechsel zu machen. Nach einer Stunde und viel Wasser am Boden, war es geschehen. Sein Kommentar: Das ist aber ein blöde langwierige Sache. Naja er hatte ja zwei Wochen Zeit sich zu erholen.*grins*Ich interessierte mich aber immer mehr für die Fische und vor allem was da drinnen schwamm. Fütterte zur Verzweiflung meines Mannes immer zuviel. Hier nochmals ein Foto mit Fischen nach 3 Wochen, stand August 2003.

So begann ich mehr und mehr im Internet herumzuschnüffeln. Lernte, lernte und mein Wissen überstieg schnell das meines Mannes. Aber dieser hatte immer noch die Nase voll. So übernahm ich automatisch die "Pflege". Irgendwann sah ich ein Minifischen im Becken voller Panik herumschwimmen. Ich holte es raus und war noch so naiv zu glauben, dass es sich vielleicht um eine Frühgeburt handelte oder so. Beim nächsten Wurf wurde mir klar warum diese Guppybabys so wenige waren. Die Salmler liessen es sich schmecken, inzwischen wusste ich auch, dass Lebendgebährende meist Kannibalen sind. Als unser erstes Guppymännchen nach 1 Monat starb, keiner weiss warum, dachte ich, gut eine neuer musste her.

Ich kaufte also ein neues, ein neonblaues und da begann das Desaster. Keine Ahnung von Quarantäne, entlies ich den neuen ins Becken. Nicht lange wurden alle Guppys krank und starben, trotz Beratung. Neuer Besatz neue Hoffnung, alle mit blau ein Traum.

Warum Guppy in blau?

 Ich hatte im Internet folgenden Fisch gesehen und es war um mich geschehen.
So was wollte ich auch. Aber auch diese wollten bei mir nicht, trotz Top Wasserwerte und allem, es waren einfach die asiatischen Züchtungen, mit Medikamenten und viel Salz gross gezogen, ohne jegliche Widerstandskraft. So nun blieb mir noch ein Weibchen über und mein Mut war unter dem Tisch, es war ein halbes Jahr vergangen und bei mir tat sich von wegen Millionenfisch wie der Guppy auch heisst, gar nichts. Ein Weibchen und keine Hoffnung mehr. Ich wollte keine mehr.
Und da geschah es, sie warf und ich konnte fast alle jungen retten und in ein 15l Aufzuchtbecken tun. 3 Tage später warf die Black Molly und ich war total happy. Da schwammen nun 23 junge Fische.

Nun ging es dahin, ich wagte wieder ein neues Männchen zu kaufen, auf einer Fischbörse, erstand ich sogar Endler. Mein Wissen stieg und stieg. Inzwischen hatte ich schon zwei 54l Becken stehen und unzählige Fische. Der schönste aus meinem ersten Wurf war dieser, war weil leider wahrscheinlich an Costia im März 2004 verstorben.

Im April war es endlich soweit, ich durfte mein 160l Becken abholen. Die Freude war riesig. Endlich Platz. So ein richtig schönes voll grünes Gesellschaftsbecken. (Inzwischen mag ich's grün und sehr dicht bewachsen). Dies wurde nach Regel der Kunst und vielen Tipps von den Usern von www.zierfischforum.at eingerichtet. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle vom Zierfischforum, liebevoll Ziffo genannt, ich habe durch Euch irre viel gelernt. Und natürlich bin ich immer noch ein Anfänger und erfasse erst langsam die grosse Welt der Aquaristik. Die noch vielfältiger ist als ich je annahm. Nun habe ich 5 Aquarien, mit wunderbaren Fischen. Eine Welt die mich immer mehr fasziniert.

Nun endlich lief das 160l Becken und ich war so stolz. Es wurde immer grüner und grüner bis ich Platys kaufte. Sie sahen ja wirklich lustig aus mit ihrer Micky Mouse an der Schwanzflosse. 3 Stück waren es, ein Männchen und zwei Weibchen. Ich muss gestehen das ich am Anfang etwas lax war mit dem Wasserwechsel. Alle 4 Wochen für das 160l Becken. Inzwischen weiss ich wie wichtig Wasserwechsel für Guppys ist, aber da sollte ich erst nach einigen Verlusten darauf kommen.

Nun also  die Platys. Es blieb nicht lange bei 3. Die warfen und warfen ohne Ende.  Im 54l Becken, das ich inzwischen für die Babys verwendete, wimmelte es nur mehr. Ich schätze mal so an die 60 Platybabys schwammen da. Ich kam dann zum Schluss, so kann es nicht weiter gehen, da muss ein Räuber her, sonst hab ich bald kein Aquarium mehr sondern eine Sardinendose!

Ich informierte mich und da ich noch in Erinnerung hatte dass Salmler gute Jäger sind, begann ich mir einige Fotos von verschiedenen Salmlern anzuschauen. Da natürlich immer noch die Farbe blau mein Favorit ist, viel meine Wahl auf Königssalmler.

wurden bald zu meinem grossen Schreck! Sie knapperten alles an, was ein wenig nach grün aussah. Mein Becken wurde immer kahler und kahler. Das geschah gerade mir wo ich doch so gerne einen Dschungel im Becken habe.

Dass mein Black Molly dann noch 54 junge warf, machte das ganze auch nicht leichter. Aber Gott sei dank nahmen mir die Königssalmler die Arbeit ab und nach 14 Tagen sah ich von den vielen Mollys jungen nur mehr 4 .

Ich machte nun im Ziffo einen Thread: Vergebe Platys.

Inzwischen waren es „nur“ mehr 38 Stück und es fand sich jemand der mir alle abnahm. Endlich musste ich mir nicht mehr wegen Überbesatz im Becken sorgen machen.

Und wie des der Zufall so will sah ich eine Anzeige im Ziffo: Verkaufe 112l Becken mit Filter und Heizer. Da wollte ich sofort zuschlagen. Zu dieser Zeit hatte ich ein 160l Becken und zwei 54l. Ich überredete meinen Mann ein 54l durch eben dieses 112l Becken zu ersetzen.

Fortsetzung folgt!

 

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